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Algerien - Kuturgüter im Nordosten
Auf den Spuren der Römer und Berber
Constantine - Tiddis - Batna - Über das Aurès Gebirge ans Tor zur Wüste - Biskra - Kalla Beni Hammad - Sétif - Djemila - Algier - Cherchell und Tipaza am Mittelmeer
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Entdecken Sie mit uns das Reich der Berber Königin Kahina! Tauchen Sie ein in eine faszinierende Landschaft, eine ungewöhnliche Kultur und unvergeßliche Erlebnisse mit Land und Leuten.
Al Kahina war die Führerin der Berber im Kampf gegen die von Osten eindringenden Muslime. Al Kahina, die Priesterin, war der Beiname der Damja, welche als Führerin des Berberstammes der Scharawa im Aures (gehörend zum großen Berberstamm der Zanata) den Widerstand gegen die eindringenden Muslime leitete. Während das Heer der Muslime die Küstenregionen Nordafrikas ohne größere Probleme unterwerfen konnten, stießen sie auf Widerstand im Hinterland. Al Kahina wandte die „Taktik der verbrannten Erde“ an und konnte die Eindringlinge nach einem Sieg am Nin Fluß zum Rückzug aus Ifriqiya zwingen. Dank diesem Sieg wurde Kahina nun von den Berbern als Königin anerkannt.
Noch älter ist die Geschichte der Römer, welche den Norden Afrikas als eine unerschöpfliche Kornkammer kannten und entlang der Küste von Hippo bis Cherchell auch eingefleischte Römerkenner begeistern, wie zum Beispiel Djemila. Die römische Besatzung suchte sich eine gut zu verteidigende Stelle, einen schmalen dreieckigen Bergsporn aus, was den römischen Städtebauer aber eher mißfiel. Dadurch entstand erneut eine Stadt, wie man sie sonst nicht im römischen Reich finden kann. |
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Reiseverlauf:
1. Tag: Basel/Mulhouse - Constantine
Linienflug mit Aigle Azur nach Constantine. Ankunft, Zollformalitäten, Begrüßung durch den Reiseleiter und Transfer ins Hotel. Gemeinsamen Abendessen.
2. Tag: Constantine - Tiddis
Ganztägige Besichtigung von Constantine mit Fahrt zur römischen Stadt Tiddis, welche an einem Berghang gelegen ist. Unsere Stadtbesichtigung beginnen wir auf der Place du 1er Novembre 1954, der Tag, an dem der Unabhängigkeitskrieg ausbrach. Hier ist die tagsüber stets belebte Mitte der Stadt mit Justizpalast (1883), Hauptpost, Staatsbank, Stadttheater, alle Gebäude im pompösen Stil des Endes des 19. Jahrhunderts. Von hier aus führen mehrere Straßen in die Altstadt. Westlich verläuft die Straße am Rathaus (1879-85) vorbei und gewährt weite Blicke hinab in die Rhumel-Ebene. Um die Kasbah gelangen wir zur höchst gelegensten Stelle der Stadt. Hier stand einst die numidische Königsburg, das römische Capitolium, die Festungen der Byzantiner, Berber, Araber, Türken und Franzosen.
Noch heute ist dieser Teil militärisches Sperrgebiet. Ein Blick von der 1912 gebauten Hängebrücke Sidi M’Cid mit 168 m Länge und 175 m über dem Tal, gehört zu den großen Eindrücken der Stadt. Über den kleinen Markt, vorbei an der Moschee Salah Bey gelangen wir in die betriebsamen Geschäftsstraßen. Die Fassaden der fünf- und sechsstöckigen Häuser sind französisch, das Leben, das hier pulsiert, ist aber unverkennbar orientalisch. Wir lassen uns durch Um- und Abwege verleiten und stoßen auf die Hauptachse der Altstadt, die auf Anordnung Napoleons III. durch das Gewirr der Medina gebrochen wurde. Die Moschee Souk el Ghazel, 1730 von einem Marokkaner gestiftet, wurde 1838 als Kirche dem katholischen Kultus übereignet Dann steigen wir zur Rhumel Schlucht und an ihren Rand zur steinernen Brücke über den Cañon.
Einmal die Stadt verlassen, fahren wir auf einem Teerstraßchen durch Felder und Weiler bis zur römischen Stätte von Tiddis. Unter dem Gras schimmert das Erdreich in einer scharlach- bis fleischroten Färbung. Der Lehm hier ist rot und so rot sind auch viele der Steine, die zum Bau der Stadt verwendet wurden. Als Castellum Tidditanorum gehörte sie später zu einer von Cirta beherrschten Städtegemeinschaft. Über dem Sattel einer Schlucht baut sich die Stadt hinauf.
Der Rundgang beginnt beim Nordtor, einem wieder hergestellten Ehrenbogen. Rechts des Weges sehen wir Reste der Stadtmauer. Links befand sich ein Mithräum, ein in den Fels gehöhltes Heiligtum für Mithras, den iranischen Lichtgott, einer der Lieblinge der römischen Legionäre. Weiter bergauf gelangen wir an eine Verzweigung. Die Hauptstraße biegt scharf nach Norden ab. Geradeaus stoßen wir auf Reste eines Hanghauses mit saalartigen Räumen auf verschiedenen Niveaus. Darunter lag das Töpferviertel.
Das Forum, mit nur 30 mal 10 m muss eines der kleinsten einer Stadt der Römerzeit gewesen sein. An der Westseite des Forums finden wir drei Räume, welche als Tempel genutzt wurden. Vorbei an Thermen gelangen wir zum obersten Stadtplateau mit gewaltigen Wasserspeichern. Römische Städte findet man viele, aber nur Tiddis trotzt dem üblichen Bild einer überbauten Fläche. Diese Stadt kommt den Hügel runter und die Häuser, Tempel und Einrichtungen mussten sich den Formen des Berges anpassen.
3. Tag: Constantine - Batna
Grüne Felder, steinige Hügel, verstreute Gehöfte, Salzsee mit unergiebigen Salinen, begleiten uns auf der heutigen Fahrt von Constantine nach Batna. Wenige Kilometer vor unserem Ziel erwartet uns in schweigender Einsamkeit El-Medracen. Dieses numidische Grabmal gehört zu den bedeutendsten Merkwürdigkeiten unserer Reise. Vor uns steht ein Rundbau aus schweren Quaderblöcken von 185 m Umfang, 18,50 m Höhe und einem Durchmesser von rund 60 m. Im unteren Teil ist das Grab mit 60 dorischen Halbsäulen verziert. Darüber erhebt sich der Kegelstumpf mit seinen 24 Stufen. Die sorgfältig gearbeiteten Türen im Untergeschoss dienen nur dem Schein. Der eigentliche Eingang, eine Falltür wurde in der Höhe der dritten Stufe entdeckt. Leider unbekannt ist, wessen Leichnam dieses Grab einst die letzte Ruhestätte gönnte. Nicht mehr weit ist es bis Batna.
Nach dem Zimmerbezug und einer kurzen Ruhepause geht es los zur Eroberung der römischen Stätten von Timgad und Lambaesis. Lambaesis war das einstige Hauptquartier der römischen Truppen in Afrika. Erst später entstand außerhalb des Legionslagers eine Zivilstadt mit all den sehenswerten Bauten. Leider errichteten die Franzosen hier im Jahre 1852 ein Straflager und die geschichtlichen Zusammenhänge von einst wurden zerstört. Timgad ist wiederum eine sehr eindrucksvolle Ruinenstätte, die fast ganz freigelegt ist und sich somit fast alle Elemente bestens studieren lassen. Die Garnison hat den rationalen Rasterplan römischer Militärlager verwirklicht. Erst später, als die Stadt von Veteranen besiedelt wurde, erhielt der Stadtkern die schönen Bauten.
Die Stadt hat ihren Ursprung im Jahre 100 als reine militärische Anlage. Erst später begann die Stadt weiter zu wachsen. Berber verwüsteten im 6. Jhd. das Zentrum der verhassten römischen Verwaltung. Dann kamen die Vandalen, die Byzantiner und die Germanen nutzen die Anlage als Stützpunkt gegen die Feinde aus der Wüste und den umgebenden Bergen. Dann kamen aber die Araber und die Stadt wurde vergessen. Was wir heute sehen können stammt das wesentlichste aus dem 3. Jhd. Timgad wird Ihnen als etwas besonders sehenswertes im Gedächtnis bleiben.
4. Tag: Über das Aurès Gebirge ans Tor zur Wüste
Die Straße folgt dem Verlauf schroffer Täler und Kämme. Eine Landschaft voller Kontraste, Zedernwälder, steppenhafte Weideflächen, in Felswände eingeschnittene Cañons, auf deren Grund sich grüne Palmenoasen erstrecken. Dieses Gebirge war seit den Römern ein Rückzugsgebiet der Unbeugsamen. Erst die Moslems konnten, aber mit Problemen, dieses Verteidigungssystem überwinden. Die „Hirten“ haben den Islam nur widerwillig angenommen und pflegen bis heute noch Sitten, welche nicht so ganz zum Glauben passen.
Im Frühling treiben auch heute noch die Araber aus der Wüste Ihre Schafs- und Ziegenherden in den Aurès. Aus den Haaren der Tiere weben die Frauen schwarz-grau-weiße Decken und Teppiche mit geometrischen Mustern.
Unsere Fahrt führt uns in weiten Kehren bergauf. Spärliche Vegetation begleitet uns. Dornsträucher, Reste eingestürzter Kulturterrassen, fast keine Bäume, wenig Gras. Arris ist das erste Dorf. Hier leben Chaouch-Berber, die zur Gruppe der Schlöh gehören. Der Weg führt uns auf halber Höhe über dem sich tief ins Gestein gefressene Fluss. Im Tal beobachten wir den typischen Kulturanbau auf drei Etagen. Am Boden das Gemüse, darüber die Frucht- und Obstbäume und über diesen die Palmen. An verschiedenen Aussichtspunkten haben wir einen herrlichen Blick über den Cañon. Die Landschaft ist grandios. Wir wandern etwas durch diese einmalige Gegend. Wir stoßen auf ein Lehm-Dorf mit einem Marabut. Fast menschenleer. Am Hang zeigen sich eine Reihe eigenartiger Türöffnungen und ein Rest von Mauern. Das war einmal ein Hotel der Franzosen welches aber 1952 von Aufständischen in die Luft gesprengt wurde. Wir überqueren den Fluss. Der Pfad führt uns in die Höhe, knapp über die Wipfel der Palmen. Die Datteln sind zum fassen nah. Das ins Tal steil einfallende Licht verfärbt die Felswände, entlockt Schatten und erzeugt sehr intensive Farbtöne. Am Ende der Schlucht wartet der Fahrer auf uns.
Heute haben wir unser Mittagessen wohl verdient. Über den Tell-Atlas, durch die fruchtbare Mitidha- Ebene und über die Aurès-Gebirge sind wir in die Oase von Biskra gelangt. Hier genießen wir die reiche Oasenvegetation im städtischen Park, machen einen Spaziergang durch die Gärten mit Dattelpalmen, Obstbäumen und den verstreuten Weilern aus Lehmhütten.
5. Tag: Biskra - Kalla Beni Hammad - Sétif
Nach dem Frühstück machen wir aber zuerst einen Ausflug in die 17 km entfernte Oase von Sidi Okba. Unser Weg führt durch Oasenweiler und steppenhaftiger Landschaft in eine kleine, palmenreiche Oase. Zwischen Palmen und Lehmhütten finden wir das Grabmal des Sidi Oqba ben Nafi, den Gründer von Kairouan. Er hat den Maghreb für den Islam erobert. Er erreichte 682 den Atlantik. Ritt ins Meer hinein und hat Gott als Zeugen angerufen, dass er den Islam bis ans Ende der Welt getragen hat.
Die flache Dachterrasse des Betsaals der Moschee erheben sich zwei Kuppeln. Eine gilt als die Ruhestätte des Glaubenskriegers Oqba, die andere als Denkmal für sein Pferd, das ihn in die Wogen des fernen Ozeans hinaustrug. „Die Beni Hammad errichteten in der Kalaa mächtige Gebäude, befestigte Burgen von herrlicher Architektur. In deren Mitte liegt ein riesiges Becken. Die Paläste sind mit Marmor geschmückt.“, so berichten Kaufleute aus dem 11. Jh., welche die erste Hauptstadt der Hamaditen kennen lernten. Sieben Kilometer Mauern schützten die Stadt. Eine Stadt der Religion und Regierung, von den Hillals verwüstet, von den kommenden Generationen vergessen, bleibt sie nur eine Erinnerung an die damalige Größe.
Im Jahre 1964 begann man mit bedeutenden Ausgrabungen. Symbol ist das viereckige Minarett aus rohem Gestein. Von der Moschee selber sind nur noch die Grundmauern vorhanden, ein 64 x54 m großes Geviert. Etwas höher gelegen befinden sich die Ruinen des Emir Palastes. Nennenswert sin die Reste des Ksar el-Manar, der Leuchtturmfestung, welche sich schwindelerregend über dem Tal erhebt. Weiterfahrt nach Sétif, eine Stadt, welche im 19. Jahrhundert auf einer Hochebene, wie auf einem regelmäßigen Rasterplan, als Kolonialstadt gegründet wurde.
6. Tag: Djemila - Algier
Sétif ist eine lebhafte, aber gar nicht hektische Stadt, in der man gerne spazieren geht. Eine ganze Reihe von Bauten bewahrt den Charme des vergangenen 19. Jhd. Während des Unabhängigkeitskrieges spielte die Stadt eine gewisse Rolle. Hier brachen die blutig unterdrückten Unruhen aus, die den Auftakt zu all den Geschehen darstellte, welche schließlich in die Unabhängigkeit führten. Hinter dem Brunnen mit der Halbnackten des Unabhängigkeitsplatzes steht das Minarett der Alten Moschee. Djemila widmen wir einen großen Teil des Tages. Erleben Sie die Stadt ohne Hast, in Ruhe und genießen sie die ringsum ruhende Landschaft.
Djemila, die Liebliche, die Reizend-Schöne, so wurde sie bis in die Zeit der Araber genannt. Die römische Besatzung suchte sich eine gut zu verteidigende Stelle, einen schmalen dreieckigen Bergsporn aus, was den römischen Städtebauer aber eher missfiel. Dadurch entstand erneut eine Stadt, wie man sie sonst nicht im römischen Reich finden kann. Aufgrund der Beschaffenheit des Hügels bekam die Stadt die Form eines Dreiecks, dessen einen Schenkel eine lange gerade Straße bildete. Eine Umfassungsmauer sicherte den Berg nach Süden ab. Die einstige Berbersiedlung wurde römisch organisiert und erhielt einen Stadtrat. Im frühen 3. Jahrhundert dürfte die Stadt rund 10.000 Einwohner gezählt haben. Eine Vorstadt war entstanden, die ausgedehnter war als das eigentliche Zentrum. Unser Weg geht vorbei am Museum und an den höher gelegenen Stadtteilen runter zum Forum, dem Tempel und dem prächtigen Caracalla-Bogen. Auf tieferem Niveau finden wir den Fleisch- und Lebensmittelmarkt mit seinen schön gemeißelten Verkaufsständen. Nördlich liegen der Capitolium Tempel und die Alten Thermen. Das Europa-Haus ist benannt nach einem Mosaik, das en Stier Jupiter zeigt, wie er eine Prinzessin in den Erteil entführt, dem sie ihren Namen hinterließ. Das Theater, ein sehr steiler Halbrund, wurde in einen Berghang ein gehöhlt. Etwa 3000 Zuschauer fanden darin Platz. Über die Reste des Theaters verliert sich der Blick auf grünliche und rosaviolette Hügel.
Am späten Nachmittag Inlandflug von Sétif nach Algier. Transfer zum Hotel.
„Beim Eintritt in Alger glaubt man in eine europäische, namentlich französische Stadt zu kommen, welcher Eindruck sogar durch den Anblick orientalischer Trachten nicht ganz aufgehoben wird. Die europäischen Uniformen und Bürgertrachten herrschen vor. Man könnte sich einbilden, dass in dem neuen Teil von Alger nicht die Franzosen inmitten der Araber, sondern die Araber inmitten der Franzosen sich angesiedelt hätten. Allein, was hier an den Orient erinnert, und zwar in der reizendsten Weise, ist die Vegetation, deren Pracht vor allem den Fremden in Erstaunen versetzt, so dass er sich wirklich in Afrika fühlt, sobald er die schönen Palmengruppen erblickt, die so viele öffentliche Plätze schmücken…. Der mittlere, dem Hafen gegenüber gelegene Teil der modernen Stadt steht westlich und östlich durch eine ununterbrochene Reihe von Strassen und Häusern. Die mit dem Kollektivnamen des oberen Mustapha bezeichneten Anhöhen bilden den anmutigsten Teil von Alger. Sie bestehen aus Reihen von terrassenartig übereinander aufsteigenden grünen Hügeln, von denen man die reizendsten Aussichten genießt. Die maurische Herkunft, welche so viele Spuren in den meisten der zahlreichen Villen hinterlassen, offenbart sich in Algier selbst in einem viel größeren Maßstab und in der besseren Erhaltung, weil die alten arabischen in Algier gelegenen Gebäude beständige Wohnungen der verschiedensten Würdenträger oder reichen Besitzer waren.“
01.12.1877, P. de Tchihatchef
7. Tag: Algier
Unsere Stadtbesichtigung beginnen wir auf dem Place des Martyrs. Hier treffen sich die Antike, klassischer Islam und profane Neuzeit aufeinander. Wenige Meter und wir schauen hinaus über den Schiffshafen. Treppen führen runter zu den Kais, Bahngeleisen und dem alten Fischmarkt. An der Ostseite des Platzes steht die „Neue“ Moschee, Djema el-Djedid, welche vom Volk auch als Fischer Moschee bekannt ist. Es ist ein Bau aus der Türkenzeit, aber auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes mit einer 24 Meter hohen Kuppel. Das Minarett trägt eine Uhr wie ein christlicher Kirchturm. Der moderne Block der Handelskammer schiebt sich zwischen die „Neue“ und die „Große“ Moschee, Djema el-Kebir, gleichzeitig auch das älteste und ehrwürdigste Beethaus der Stadt. Erbaut im Jahre 1096, stammt sie aus der Zeit der Almoraviden. Das Minarett und die Fassade zur Straßenseite sind aber jüngeren Datums.
Weitere sehenswerte Moscheen sind die von Ali Bitchnine und die Ketchaouna Moschee, beide in der Nähe des Platzes. Gleich dahinter erhebt sich wie ein abgebrochener Zuckerhut die weiße Kasbah von Alger. Beginnen wir mit einem ersten Spaziergang durch dieses Viertel über eine der Hauptgassen.
Abweichungen führen in enge und dunkle Sackgassen und vor verschlossene Türen, auf die noch nie ein Sonnenstrahl fiel. Über steile Treppen und hohe Stufen steigen wir wie durch Tunnels hindurch auf die Höhe. Mehrere Stockwerke hoch stehen sich die Häuser gegenüber. Plötzlich tut sich ein Blick auf. Unter uns liegt das blaue Meer Zurück in der Neustadt, bei der Hauptpost, wo auch die Ministerien, Gesandtschaften und Banken ihren Sitz haben, wartet der Fahrer auf uns für die Panoramafahrt durch die modernen Stadtviertel der algerischen Hauptstadt. Auf einer Anhöhe erhebt sich das Befreiungsdenkmal, ein aus hyperbolischen Rohbetonschalen zusammengebautes turmartiges Gebilde. Soldaten stehen da Wache beim ewigen Feuer. Einmalig ist der Blick auf Alger la Blanche von diesem ungewohnten Aussichtspunkt aus. Lohnend ist auch der Besuch der ehemaligen Wallfahrtskirche „Notre Dame d’Afrique“. Sie liegt 124 m hoch und der Ausblick zum Meer und über die Stadt lohnt sich. Im byzantinischen Stil wurde diese Kathedrale im 19. Jhd. Für die Weiße Väter von Kardinal Lavigerie geweiht.
8. Tag: Cherchell und Tipaza am Mittelmeer
Etwas über 40 km ist Cherchell von der algerischen Hauptstadt entfernt. Caesarea erlebte seine Blütezeit unter den mauretanischen Dynastien der Bocchus und Juba. Aus einem ehemaligen phönizischen Handels-Zentrum formte der romanisierte und hellenisierte Berber, Juba II., seine Residenz-Stadt der Kultur und der Kunst, welche mit seiner zweiten Hauptstadt Volubilis wetteiferte. Heute bietet Cherchell einen friedlichen, farbenfrohen Mittelmeerhafen, der noch der Fischerei dient. Auf dem Dorfplatz setzen sich die Einwohner ohne sich gross zu fragen auf Kapitelle und Gesimse aus behauenem Marmor, die als öffentliche Bänke dienen. In der Mitte des mit Bäumen bepflanzten Platzes steht ein mit antiken Masken geschmückter Brunnen. An der einen Seite des Platzes befindet sich das Museum, bestehend aus einer Galerie, um einen viereckigen Hof gelegen. An den Mauern hängen Fragmente von Mosaiken. Zahlreiche, leider vielmals verstümmelte Statuen lenken die Aufmerksamkeit auf die Besucher.
Entlang der Küstenstrasse fahren wir weiter nach Tipasa, besichtigen aber zuvor das Grabmal der Christin, das als eines der seltsamsten Monumente Algeriens gilt. Der Scharfsinn der Archäologen wurde viele Jahre auf eine harte Probe gestellt. Heute weiss man aber, dass es sich um ein königliches mauretanisches Mausoleum handelt. Tipasa ist nicht eine weitere pedantische römische Stadt, welche die Phantasie nicht weiter anstrengt. Durch seine Lage um ein zerklüftetes Gebirge, zu Füssen des Berges Chenoua mit seinem reinen Profil und seinen wechselnden Farben und hoch über dem Wasser, schufen die Kaufleute und Siedler hier eine Perle am Mittelmeer. Die Natur, reich an Farben, mit mediterranen Düften umgibt die einst stolze Stadt.
Alles ist an seinem ursprünglichen Platz und doch existiert nichts mehr. Gradlinige Straßen waren einst von Geschäften und Villen gesäumt. Heute schlängelt man sich auf Pfaden, um von einem Stadtteil ins andere zu gelangen. Wenige der Säulen stehen noch. Schafe grasen in der Tiefe des Amphitheaters. Stufen, welche damals zu den Tempeln führten, verlieren sich in den Mimosen. Das kleine Theater verliert sich unter dem grün der Kiefern. Wo einst die Nekropolis, bedecken wilde Blumen den Boden der Sarkophage. Es entstand ein Friedhofgarten am Meer.
9. Tag: Rückreise mit Aigle Azur nach Basel/Mulhouse
Freizeit bis zum Transfer. Rückflug nach Europa. |
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Flug von Basel/Mulhouse nach Constantine und zurück von Algier |
Deutschsprachige Reisebegleitung |
moderner, klimatisierter Kleinbus |
Inlandflug von Sétif nach Alger in der Economy Class |
8 Übernachtungen/Frühstück und Abendessen:
Hotel Cirta, Constantine
Hotel Hasem, Batna
Hotel Les Zibans, Batna
Hotel Ambedjelé, Mopti
Hotel El Hidhab, Sétif
Hotel Albert I, Algier
oder ähnlich
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Transfers und Besichtigungen laut Programm, inklusive Eintritte |
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| Nicht im Reisepreis enthalten: |
| Visum, Reiseversicherung, Mittagessen |
| Persönliche Ausgaben, Trinkgelder |
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| Diese Reise wird im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung von einem Partner-Reiseveranstalter durchgeführt. |
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Verfügbar |
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Ausgebucht |
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Nicht mehr buchbar |
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